Neue Maschinen – neue Möglichkeiten

2025 war ein wichtiges Jahr für das Projekt Kurs10: Große Schritte der Fertigungsmodernisierung wurden erfolgreich umgesetzt.

Das Projekt Kurs10 hat sich das Ziel gesetzt, die Fertigung der Rädlinger Maschinenbau fit für die Zukunft zu machen: gestartet 2023 mit einem zehnjährigen Horizont. 2025 wurden dann die ersten großen Schritte sichtbar.
 

Begonnen wurde passenderweise mit dem Anfang des Produktionsprozesses: Das vollautomatische Blechlager und die Brennschneideanlage wurden in Betrieb genommen. Zwischen beiden schwebt ein High-Tech-Flächenmagnet, um die Bleche einfach und sicher auf die und die fertigen Teile gebündelt von der Brennschneideanlage zu transportieren. Mit der Inbetriebnahme dieser Maschinen wurde gleichzeitig der Beginn des neuen Produktionswegs festgelegt, der künftig auf einer möglichst geraden Linie durch das Werk verläuft.

Direkt angrenzend nahm der neue Biber der Firma Erl seinen Betrieb auf. „Wir haben schon vor über zehn Jahren den ersten Biber Anfasroboter angeschafft“, erklärt Simon Fischer, Betriebsleiter Rädlinger Maschinenbau am Standort Cham. „Auf die Qualität, die der Biber liefert, wollten wir nicht verzichten. Da unsere alte Maschine ans Ende ihrer Lebensdauer gekommen ist, haben wir uns entschieden, eine neuere Version anzuschaffen.“ 

Die geschnittenen und angefasten Bauteile kommen dann zunächst ins bis Jahresende 2025 entstehende Kommissionierlager, wo sie eingelagert und dann vorkommissioniert werden. Dann wollen sie natürlich zu einem fertigen Baggerlöffel oder einer Ladeschaufel werden. Hier kommen die neuen Schweißroboter ins Spiel: „Wir haben zwei Roboter, auf denen wir Löffel von Klasse 11 bis Klasse 29 schweißen können“, erklärt Martin Graßl, Projektleiter von Kurs10. Die Roboter werden offline programmiert – von der neu gegründeten Programmierabteilung und im Anschluss Online vom Team Roboter eingeteached. Das ermöglicht auch die Fertigung kleinerer Serien.

Kurs10 erzeugt intern wie extern großes Interesse. Beinahe jeder Hersteller der neuen Maschinen hat vor Ort ein Referenzvideo erstellt. „Intern haben wir nach der Inbetriebnahme von Blechlager und Brennschneideanlage eine Führung angeboten. Martin und ich haben gewettet, ob mehr als zehn Leute kommen – gut 70 waren da!“, freut sich Simon Fischer.

„2026 legen wir unseren Fokus voll auf die Prozesse. Dazu finalisieren wir die Umzüge innerhalb der Fertigung: Rundbiegen, Schweißen, Messerschneiden, QS und Versand ziehen noch um, das Zentrallager wird erweitert“, blickt Martin Graßl nach vorn.

Viele „kleine“ Schritte in 2025

  • Umgezogen wurden: Hurco Fräsmaschinen, Bystronik Abkantpresse aus Schwandorf nach Cham, Schweißpositionierer, Schweißschienensystem Lohnfertigung, Schweißkabinen, Säge
  • Neu aufgebaut wurden das Komissionierlager und das Kombilager im unteren Hof.
  • Die Fertigungsbüros wurden renoviert.
  • Der alte Biber wurde abgebaut.

Ihre Produktliste